Österreichische Milchwirtschaft steht für höchste Qualität
Umfangreiche Kontrollen und höchste Standards bieten Sicherheit

„Österreichs Milchwirtschaft ist bekannt für seine nachhaltige Wirtschaftsweise und für die hohen Qualitätsstandards in der Produktion und in der Verarbeitung. Dies umfasst auch höchste Standards in der Seuchenpolitik. Umfangreiche Qualitätskontrollen auf den Bauernhöfen, in den Milchverarbeitungsunternehmen, über Qualitätsprogramme sowie strenge Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Tiergesundheitsstatus sichern die hohe Qualität der heimischen Milch und Milchprodukte. Die österreichische Milch wird nach höchsten Standards erzeugt und verarbeitet, sei es Gentechnikfreiheit, die strengen Vorschriften des AMA Gütesiegels oder der Verzicht auf Importsoja aus Übersee, der Verzicht auf bedenkliche Pflanzenschutzmittel oder hohe Tierwohlstandards, die auch in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Sie alle führen dazu, dass der heimische Konsument höchste und sichere Qualität in den Regalen vorfindet. Dies bezeugen auch die vielen Preise und Auszeichnungen, die die österreichische Milchwirtschaft bei Qualitätsvergleichen und Wettbewerben immer wieder erhält“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Dir. Helmut Petschar.

Österreichische Milch ist sicher

Der jüngste Tierseuchenfall Brucellose dokumentiert den verantwortungsvollen Umgang mit Tierseuchen: Nach Bestätigung des Brucellosefalles auf einem Bauernhof in Oberösterreich wurden durch die zuständigen Behörden unverzüglich die nötigen Maßnahmen eingeleitet: Der betroffene Betrieb wurde gesperrt. Die Tiere des betroffenen Betriebes wurden gekeult. Die Milch gelangte nicht mehr in die Verarbeitung, weiters wurden im gesamten Bezirk alle Betriebe getestet um die Erkrankung der Tiere bestmöglich zu bekämpfen. Die Krankheit Brucellose tritt in Österreich sehr selten auf, kommt aber international in vielen Regionen nach wie vor häufig vor. Österreich gilt seit mehr als 15 Jahren als rinderbrucellosefrei.

Eine Übertragung des Krankheitserregers auf den Menschen ist möglich, diese erfolgt entweder durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder indirekt über kontaminierte bzw. rohe Lebensmittel. Im konkreten Fall in Oberösterreich sind derzeit vier Personen erkrankt, wobei bei zwei Personen Krankheitssymptome ausgebrochen sind. Diese werden mit Antibiotika behandelt.

Wichtig für den Konsumenten: Durch die Pasteurisierung der Milch werden allfällige Krankheitserreger ausgeschaltet. Die Milchprodukte sind dadurch sicher und können keine Gefahr darstellen. Bei der Herstellung von „Rohmilch-Käsesorten“ werden über den „Brennvorgang“, einer thermischen Behandlung der Verarbeitungsmilch, sowie zusätzliche risikobasierte Maßnahmen ebenso Übertragungswege unterbunden. Auch eine Übertragung über Rohmilchverkäufe kann hier ausgeschlossen werden, weil der betroffene Betrieb keine Direktvermarktung betrieben hat.

Für die österreichische Milchwirtschaft ist es wichtig, dass die Seuchenmaßnahmen entsprechend den strengen behördlichen Vorschriften exakt vorgenommen werden und dadurch ehestbaldig wieder eine Seuchenfreiheit in Österreich gewährleistet wird. Dies betrifft sowohl die betroffenen Betriebe als auch Betriebe im umgebenden Bezirk. Damit sollten nach wissenschaftlichen Kriterien die richtigen Maßnahmen gesetzt werden. Die Maßnahmen werden so gesetzt, dass für Konsumenten keine Gefahr besteht, so Petschar.

 

Rückfragehinweis:

Mag. DI Johann Költringer
VÖM - Vereingigung Österreichischer Milchverarbeiter
Freidrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
A-1020  Wien
Tel: +43/1/90664-2558
Email: voem@netway.at