Eurostat bestätigt günstige österreichische Milchprodukte
Qualitätsstandards und Kaufkraftparität fehlen beim Preisvergleich

„Eine genauere Analyse der Veröffentlichung von Eurostat zu den europaweiten Preisen von Lebensmitteln zeigt, dass heimische Milchprodukte nicht teuer, sondern im Gegenteil, berücksichtigt man Einkommen, Kaufkraftparität und vor allem die hohen Qualitäten der heimischen Milchprodukte, dann äußerst günstig sind“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Dir. Helmut Petschar zu der jüngst veröffentlichten Studie über die Preisniveaus von Lebensmitteln in der Europäischen Union.

Eurostat hat zuletzt die durchschnittlichen Preisniveaus für Lebensmittel in den einzelnen EU Ländern verglichen, dabei wurde für Österreich ein Wert von 125% des EU Durchschnittpreisniveaus für Lebensmittel insgesamt errechnet, der Wert für Milch und Milchprodukte lag mit 107% des EU Durchschnitts deutlich tiefer. Eine nähere Analyse dazu zeigt, nationale Preise hängen auch vom durchschnittlichen Einkommen und damit den Lohnkosten und der Kaufkraftparität eines Landes ab. Das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen (BIP) in Österreich liegt mit 127% deutlich über dem Durchschnitt der EU, das heißt die Österreicher müssen nur einen kleineren Anteil Ihres Einkommens für den Erwerb hochwertiger Milchprodukte verwenden, dies bestätigt auch eine Analyse der Kaufkraftparität, welche für Milchprodukte in Österreich um 23% günstiger liegt als im Durchschnitt der EU.

Nicht einberechnet in derartige Preisvergleiche sind die überdurchschnittlich hohe Anzahl an Rabatten im österreichischen Lebensmittelhandel, weiters gibt es keine Erklärungen darüber, wer welchen Anteil dieser Endverbraucherpreise erhält, angesichts der steigenden Spannen des Lebensmitteleinzelhandels in Österreich ein wichtiger Aspekt.
Besonders ärgerlich bei derartigen Vergleichen ist aber, dass überhaupt nicht auf Qualitätsunterschiede eingegangen wird: Österreichs Milchprodukte sind bekannt für Gentechnikfreiheit, haben den höchsten Bioanteil, Produktion in Berg- und benachteiligten Gebieten, regionale Verarbeitung und unterliegen somit weit höheren Qualitätsstandards als in anderen Ländern, die in den Preisvergleichen nicht berücksichtigt werden. Für Petschar ist damit klar: „Unterm Strich heißt das: Österreichische Milchprodukte sind für unsere Konsumenten sehr günstig, sie bieten international höchste Qualitätsstandards und zudem erbringt die Milchwirtschaft weitere wesentliche Leistungen für das Land. Um all dies zu erhalten, ist es allerdings notwendig, dass diese Leistungen auch besser abgegolten werden“, ergänzte Petschar.



Rückfragehinweis:
Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
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