Österreichs Milchwirtschaft im Außenhandel weiter erfolgreich
Neuer Rekord im Milch-Außenhandel für 2006 erwartet

Die österreichische Milchwirtschaft konnte 2006 neuerlich ein Rekordergebnis im Außenhandel mit Milchprodukten erzielen. Dies geht aus einer Auswertung der nunmehr für die ersten drei Quartale des abgelaufenen Jahres vorliegenden Zahlen klar hervor. „Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass die österreichische Milchwirtschaft mit ihren hervorragenden und innovativen Produkten auch im hart umkämpfen Auslandsmarkt erfolgreich unterwegs ist", erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, Johann Költringer, zu den nunmehr vorliegenden Zahlen der Statistik Austria.

 

Mit Exporten im Ausmaß von 585 Mio. € (2005: 534 Mio. €) und Importen im Ausmaß 316 Mio. € (2005: 296 Mio. €) stieg der Außenhandelssaldo für die ersten neun Monate von 239 Mio. € auf 268 Mio. € (+ 12,3 %).

 

Sehr dynamisch entwickelte sich der Außenhandel von fermentierten Milch-produkten, hier konnte eine Exportsteigerung um 25 % auf nunmehr 119 Mio. € erreicht werden, importiert wurden in diesem Segment Produkte im Wert von 34 Mio. €, was einen positiven Exportsaldo von 84 Mio. € ergibt. Dies bedeutet, dass es trotz des starken Werbedrucks für importierte Produkte in diesem Bereich der österreichischen Milchwirtschaft gelingt, die dreieinhalbfache Menge des importierten Volumens zu exportieren.

 

Deutlich zugenommen, und dies vor allem auf Grund der Preissteigerungen, haben die Erlöse für Molkeprodukte. Bei Butter war neuerlich eine Steigerung bei den Importen um 8,5 % auf nunmehr 10,4 tausend Tonnen zu beobachten, Produkte, die als Eigenmarken des Lebensmittelhandels vermarktet werden oder in die Weiterverarbeitung gehen.

Der Export von flüssigen Milchprodukten konnte auf 159 Mio. € gesteigert werden, vor allem als verarbeitete Milch. Schon länger rückläufig ist der Export von unverarbeiteter „Tankwagenmilch", ein Anteil, der mittlerweile unter 20 % liegt. Traditionell gering sind die Importe in diesem Segment.

 

Käse ist nach wie vor der wichtigste Exportmarkt für die österreichische Milchwirtschaft. Trotz des hohen Niveaus konnte die exportierte Menge neuerlich um 4,2 % gesteigert werden, während die Importe um 1,2 % zurückgingen. Nach wie vor wird höherwertigere Ware exportiert als importiert.

 

Insgesamt zeigt sich also ein schönes Bild für die österreichische Milchwirtschaft, die Bemühungen zur Verbesserung der Qualität und des Wettbewerbs seitens der österreichischen Milchverarbeiter tragen Früchte und bieten Mut und Zuversicht auf diesem erfolgreichen Weg fortzuschreiten.

 

 

Wien, 4.1.2007
Rückfragen:
Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Tel: 01/21136-2558
Mail: voem@netway.at