Österreichs Milchwirtschaft als internationales Erfolgsbeispiel
Positive Exportbilanz, bessere Bauernpreise als in Deutschland

In einem Vortrag und Diskussion anlässlich des Forums des Zentralverbandes Deutscher Milchwirtschafter (ZDM) in Köln, einem internationalen hochkarätig besetzten Forum von Milchexperten, erläuterte Präsident Hans Steiner, VÖM, die Entwicklung der österreichischen Milchwirtschaft seit dem EU-Beitritt unter dem Titel „Eine Geschichte genutzter Chancen" vor internationalen Experten.

 

„Die Entwicklung der österreichischen Milchwirtschaft gilt mittlerweile auch international als positives Beispiel, schließlich ist es der österreichischen Milchwirtschaft seit dem EU-Beitritt aus einer vergleichsweise schlechten Position mit sehr kleinen Strukturen und ohne wesentliche Exportmärkte gelungen, sich im hart umkämpften internationalen Milchmarkt erfolgreich zu etablieren: Somit scheint nicht nur Größe und Strukturvorteile als Erfolgsrezept zu gelten, sondern auch hohe Produktqualität, Innovationen, regionale Ausrichtung, konsequente Arbeit und Verbesserung in der Vermarktung, wie dies in Österreich erfolgreich praktiziert wird", erklärte Steiner.

 

Beachtung bei den internationalen Milchwirtschaftern findet nicht nur das erfolgreiche Agieren am österreichischen Markt mit dem Halten der Marktanteile, sondern vor allem die Erfolge im Ausland, z.B. in Deutschland, wo das vergleichsweise kleine Österreich bereits zum fünftgrößten Käseimporteur aufgestiegen ist. Dabei zeigen die Österreicher dass es durch das Forcieren von Qualität gelingt, im Export höhere Erlöse je kg Käse zu erzielen als bei der importierten Ware, die häufig über den niedrigen Preis verkauft wird.

 

Erfreulich für die Bauern ist, dass die österreichische Milchwirtschaft einen besseren Milchpreis auszahlen kann als dies in Deutschland und Bayern der Fall ist. Im 1. Halbjahr 2006 ist der österreichische Milchpreis um 0,9 % gegenüber Vorjahr gestiegen, obwohl in Österreich strukturbedingte Mehrkosten in der Milcherfassung im Ausmaß von 1,5 Cent pro Kilogramm anfallen. Auch hat sich in den meisten EU-Ländern die Absenkung der EU-Interventionspreise negativ auf die Milchpreise niedergeschlagen (Deutschland minus von 1,6 %, Bayern minus 2,7 %). Zusätzlich wird die Milchprämie bezahlt, also ein schöner Erfolg für die österreichischen Bauern.

 

„Für die österreichische Milchwirtschaft bedeutet dies nicht nur Anerkennung für die erzielten Leistungen, es ist dies auch ein Ansporn, den erfolgreichen österreichischen Weg weiterhin engagiert fortzuführen", ergänzte Steiner.

 

Wien, am 27.9.2006

 

Rückfragen:
Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
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