Milchwirtschaftlicher Außenhandel 2006 erfolgreich angelaufen

Neuer Exportrekord im 1. Quartal erreicht

Wien, 22. Juni 2006 (AIZ). - Mit einem Plus von 18,1% sind die Exporte von österreichischen Milchprodukten im ersten Quartal 2006 sehr gut angelaufen. Steigerungen gab es zwar auch bei den Importen, doch konnte auch der positive Außenhandelssaldo um 17,6% gesteigert werden. "Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung für die österreichische Milchwirtschaft. Es ist sichtlich auch im heurigen Jahr wieder gelungen, mit den hervorragenden heimischen Produkten unter harten Wettbewerbsbedingungen auf den Auslandsmärkten stärker Fuß zu fassen", erklärt Johann Költringer, Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), zu den nunmehr vorliegenden Außenhandelszahlen der Statistik Austria für das erste Quartal 2006.

Milchprodukte im Wert von EUR 192 Mio. exportiert

Insgesamt exportierte die österreichische Milchwirtschaft im ersten Quartal 2006 Produkte im Wert von EUR 192 Mio., was eine Steigerung zum Vorjahr von 18,1% bedeutet. Importiert wurden Produkte im Wert von EUR 103,8 Mio., hier gab es einen Zuwachs von 18,5%. Nachdem die Exporte in Summe aber um 85% über den Importen liegen, erhöht sich somit der positive Außenhandelssaldo um 17,6% auf EUR 88 Mio., was einen neuerlichen Rekordwert für diesen Zeitraum bedeutet.

Steigerungen bei den Ausfuhren gab es insbesondere im Bereich Flüssigmilch, hier konnten vor allem weiterverarbeitete Produkte kräftig zulegen (+34%). Starke Zuwächse wurden weiters bei den fermentierten Produkten registriert - in der Menge um 18,5% auf 34.000 t, bei den Preisen im Schnitt um 15%, was eine Gesamtdynamik von +36% bei den Exporterlösen für diesen Bereich bedeutet. Traditionell stärkstes Segment war der Käseexport, er umfasste wertmäßig ca. 41% der Gesamtexporte und konnte neuerlich um 10% zulegen.

Importe von Billigbutter gestiegen

Eine Zunahme gab es auch auf der Importseite. Am deutlichsten legte hier die Gruppe der fermentierten Produkte zu, und zwar um 3.000 t auf nunmehr 10.000 t. Es handelt sich dabei vor allem um Produkte bekannter westlicher Marken, die aus den Erweiterungsländern stammen und in Österreich mit hohem Werbedruck vermarktet werden. Stark gestiegen sind weiters die Einfuhren billiger Butter (+1.300 t), die vor allem als Eigenmarken des Handels vermarktet werden oder in der Verarbeitungsindustrie landen.

"Es zeigt sich somit, dass der milchwirtschaftliche Außenhandel keine Einbahnstraße ist, dass der Wettbewerb sehr hart ist und dass die österreichische Milchwirtschaft sich mit ihren hochqualitativen Produkten auf den internationalen Märkten sehr erfolgreich behaupten kann", ergänzt Költringer.