Milchperis im 1. Quartal 2006 gestiegen

Während sich Österreichs Milchbauern im 1. Quartal 2006 über Steigerungen bei den Milchpreisen freuen können, ging es in Bayern und Deutschland sowie EU-weit mit den Milchpreisen deutlich bergab. „Österreichs Molkereien ist es damit neuerlich gelungen, mit ihren Qualitätsprodukten auf den hochumkämpften Märkten für die österreichischen Bauern mehr herauszuholen, als dies anderen Mitbewerbern gelungen ist", erklärte Johann Költringer, Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, zu den nunmehr vorliegenden amtlichen Zahlen des 1. Quartals.

 

Der durchschnittlich ausbezahlte Milchpreis in Österreich bei natürlichen Inhaltsstoffen (4,32 % Fett und 3,43 % Eiweiß inkl. USt.) lag im 1. Quartal bei 34,04 Cent/kg. Der international übliche Vergleichspreis bei 3,7 % Fett und 3,4 Eiweiß exkl. USt. konnte laut AMA-Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 0,32 % auf 28,44 Cent/kg in Österreich gesteigert werden, die deutschen Preise verringerten sich um 2,38 % auf 26,65 Cent. Auch der bayrische Wert ging um 2,89 % auf 27,38 Cent/kg deutlich zurück, diese Entwicklung war auch in anderen EU-Ländern festzustellen.

 

Für die weitere Entwicklung wird vor allem die EU-weite Entwicklung auf den Milchmärkten entscheidend sein, weiters die Ergebnisse der WTO-Verhandlungen. Schließlich steht im Juli die dritte Absenkung der Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver aus der EU-Agrarreform ins Haus, die am Markt eine neue Herausforderung darstellen wird. Ausgleich dafür erhalten die Bauern heuer durch eine erhöhte Milchprämie im Ausmaß von 3,56 Cent je Kilogramm.

 

„Die österreichischen Molkereien werden den eingeschlagenen Weg der hohen und anerkannten Qualitätsstandards weiter verfolgen, sie werden auch weiterhin versuchen, innovative Produkte auf den Markt zu bringen, die den Konsumenten einen zusätzlichen Nutzen bringen, sie wollen mit Engagement und Zuversicht ein verlässlicher Partner für die Verbraucher und Milchbauern sein, wenn es darum geht, einen wertvollen Beitrag für eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu leisten", ergänzte Költringer.