Österreichische Milch bietet höchste Qualitätsstandards
Stabile Marktlage entlastet Märkte

Nach der schwierigen Marktsituation im abgelaufenen Jahr hat sich dieses Jahr die Marktlage auf dem österreichischen und internationalen Milchmarkt deutlich stabilisiert. Vor allem gestiegene Exporte in Drittstaaten, eine günstige Wechselkursrelation sowie eine stabile Absatzentwicklung beim Konsum in der EU sind die wichtigsten Tendenzen. Die EU-Milchquote konnte im letzten Jahr und wird auch in diesem Jahr aller Voraussicht nicht überschritten werden, auch wenn in einzelnen Mitgliedsstaaten steigende Anlieferungsmengen zu vermerken sind. „Die österreichische Milchwirtschaft freut sich über diese Stabilisierung auf den Milchmärkten als dringend notwendige Entwicklung. Damit kann auch den österreichischen Milchbauern eine positive Einkommensentwicklung nach einem schwierigen Jahr 2009 geboten werden, auch wenn mit einem durchschnittlichen Auszahlungspreis von 34,17 ct/kg Milch (Jänner – August) die Preise von 2007 und 2008 nicht erreicht wurden“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Direktor Helmut Petschar zur aktuellen Entwicklung auf den Milchmärkten.

Österreichs Qualität bei Milchprodukten ist einzigartig

Stolz können die Österreicher auf die einzigartige Qualität der österreichischen Milchprodukte sein. Zum einen sorgen strengste lebensmittelrechtliche Vorschriften und genaue Untersuchungen dafür, dass die Produktion, Anlieferungs- und Verarbeitungsqualität bei Milchprodukten laufend kontrolliert wird. Mit dem Österreichischen Lebensmittelcodex können wir unseren Kunden Standards bieten, die deutlich über internationale Vergleiche hinausgehen.

Das AMA-Gütezeichen vereint die österreichische Herkunft und strengere Qualitätsvorgaben des Österreichischen Lebensmittelcodex und bietet unseren Konsumenten zusammen mit strengeren Untersuchungen geprüfte höhere Standards. Daneben bieten die österreichischen Milchprodukte mit der flächendeckenden Gentechnikfreiheit in der Milchproduktion eine zusätzliche Sicherheit, die einzigartig in Europa ist. „Österreichische Milchverarbeiter waren bei der Gentechnikfreiheit die Pioniere, wir haben diesen Weg eingeschlagen als noch vielerorts Skepsis dazu angebracht wurde. Heute sind die österreichischen Produkte durchwegs aus gentechnikfreier Milch – dies ist eine international einzigartige Stellung“, erklärte Petschar zur aktuellen Diskussion um Gentechnikfreiheit.

Diese Gentechnikfreiheit beruht auf den Standards des Österreichischen Codex. Sie wird im Vergleich zu internationalen Standards strenger kontrolliert. Für den Konsumenten wurden von Beginn an eine klare Kennzeichnung gewählt, zum Beispiel in Kooperation mit der ARGE Gentechnikfreiheit. Damit herrscht auch bei den Konsumenten Klarheit und Sicherheit.

Wünschenswert aus Sicht der österreichischen Milchwirtschaft und im Interesse der Konsumenten ist eine verbesserte Kennzeichnung bei der Verwendung von Imitatprodukten sowie bei unklarer Herkunft von Lebensmitteln. „Es darf nicht sein, dass auf Grund unklarer Vorschriften und laxer Kontrollen der Konsument durch versteckte Imitate und unklare Herkunftsangaben hinters Licht geführt wird“, ergänzte Petschar. Die VÖM hofft hier auf klare Vorgaben aus Brüssel und eine entsprechende Unterstützung im Land.

Beste Qualität erfordert den richtigen Preis

Klar ist für die österreichische Milchwirtschaft auch, dass die höchsten Qualitätsstandards, die naturnahe Erzeugung, hohe Tierschutzstandards, die Vielfalt der Milchprodukte und die regionale Erzeugung und Vermarktung auch einen entsprechenden Preis erfordern. Es kann daher nicht sein, dass die höchste Qualität mit billiger Standardware aus Massenproduktion von weit weg verglichen wird und somit Druck auf die heimische Erzeugung ausgeübt wird. „Geiz-ist-geil“-Mentalität führt weder zu einer Verbesserung der Produktqualität noch zur Sicherung heimischer Arbeitsplätze. „Österreichs Lebensmittelkette und Konsumenten sind gut beraten, die hohen Qualitätsstandards der Milchprodukte entsprechend zu schätzen und dafür den entsprechenden Preis zu gewähren“, ergänzte Petschar.