Milchprodukte in Österreich für Konsumenten günstig
Petschar warnt vor unbegründeter Panikmache zu Milchpreisen

„Als völlig unbegründet und unverständliche Panikmache sind die laufenden Versuche zu werten, Lebensmittel und insbesondere Milchprodukte als Ursachen für hohe Inflationsraten darzustellen. Bei Milchprodukten gab es über Jahrzehnte nur Verbilligungen oder unterdurchschnittliche Preisanpassungen, sie sind im Haushaltsbudget der Österreicher laufend günstiger geworden. Von hohen Preisen für Milchprodukte kann trotz moderater Preisanpassungen, die aufgrund der internationalen Marktentwicklung notwendig sind, somit keineswegs gesprochen werden“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), Direktor Helmut Petschar zu jüngsten Äußerungen der Arbeiterkammer zu Preisentwicklungen bei Lebensmitteln und Milchprodukten im Besonderen.

Milch und Milchprodukte sind aufgrund ihrer hohen Qualität ein wertvoller und wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Die Qualität der heimischen Milchprodukte ist international vorbildlich, die Produktion und Verarbeitung erfolgt unter höchsten Umwelt- und Tierschutzstandards, zudem wird Österreichs Milch flächendeckend gentechnikfrei produziert. Weiters gibt es in Österreich den höchsten Anteil an Biomilchproduktion innerhalb der Europäischen Union.

Der Anteil an den durchschnittlichen Haushaltsausgaben des Österreichers für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke ging in den letzten Jahren laufend zurück und lag gemäß der Statistik Austria im Jahr 2009/10 mit 12,1 % auf dem bisher niedrigsten Niveau. Wohnen, Wasser und Energie belegen mit 18,6 %, und Verkehr mit 13,8 % bereits deutlich höhere Anteile. Aus diesen Bereichen erfolgten auch die höchsten Anteile an der gestiegenen Inflation. Von den 12,1 %, die für Lebensmittel ausgegeben werden, werden wiederum 14,5 % für Milch, Käse und Eier ausgegeben, das entspricht 1,64 % an den gesamten Haushaltsausgben für Milchprodukte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Produkten sind wichtige Milchprodukte, wie Trinkmilch, seit über 25 Jahren, vor allem im Preiseinstieg, nominell billiger geworden, somit inflationsbereinigt deutlich günstiger für den Konsumenten geworden. So kostete Trinkmilch bereits 1993 mit 85 Cent gleich viel wie 2011.

Zuletzt notwendige Preisanpassungen erfolgten im internationalen Vergleich in Österreich bis jetzt unterdurchschnittlich, sie lagen die letzten Jahre auch unter der Preisentwicklung von übrigen Lebensmitteln, sowie massiv unter der Entwicklung des Gesamtindexes sowie der Preistreiber aus den Bereichen Wohnen und Energie.

In Zahlen: seit 1986 stiegen die Durchschnittspreise für Milchprodukte nominell um 29,2 % für Lebensmittel insgesamt um 55,9 %. Der Gesamtindex stieg um 72,3 %, Wohnen, Energie und Wasser um 106 % und der Tariflohnindex um 112,6 %, Milchprodukte sind somit heute sehr günstig.

Bei Preisvergleichen zu anderen Ländern ist vor allem darauf zu achten, dass nicht mindere Qualitäten mit den gewohnt hohen Qualitäten der heimischen Produkte gegenübergestellt werden und man so zu fälschlichen Ergebnissen kommt.

„Mit der hervorragenden Qualität der österreichischen Milchprodukte hat der österreichische Konsument die nicht nur beste Gewähr für im EU-Durchschnitt günstige Preise, sondern auch die Garantie für einzigartig hohe Produktstandards. Diese zu gewährleisten und weiterhin auszubauen, ist die tägliche Arbeit der österreichischen Milchwirtschaft. Durch den Kauf heimischer Produkte werden zudem heimische Arbeitsplätze in ländlichen Regionen sowie unsere schöne Landschaft, die die Einzigartigkeit unseres Landes ausmacht, geschützt“, ergänzte Petschar.

 

Rückfragehinweis:

Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz 1
A – 1020 Wien
Tel: +43/1/211 36 – 2558
Email: voem@netway.at