Österreichische Molkereien - Beste Gewähr für Zukunft der österreichischen Milchbauern
Milchpreise der Freien Milch Austria im letzten Drittel

„Nichts als ein schlechter Scherz ist der von der IG-Milch veröffentlichte Milchpreisvergleich, bei dem die Preise der Freien Milch Austria (FMA) über denen der österreichischen Molkereien liegen sollen“, sagt Mag. DI Johann Költringer, Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM).

Zunächst bleibt zu hinterfragen, ob die Zahlen betreffend der Milchpreise der FMA überhaupt stimmen, schließlich sind die Herrschaften der FMA, die stets für hohe Preistransparenz eintreten und immer wieder Milchpreisvergleiche vornehmen, mit Informationen über die eigenen Preise sehr sparsam: hier gilt strengste Geheimhaltung, keine Veröffentlichungen, … - und das wird wohl Gründe haben.

Aber – selbst wenn die Zahlen für die FMA stimmen sollten – so stimmen die Preise für die übrigen Molkereien nicht mit dem überein, was die Bauern wirklich erhalten, hier werden Abschläge hineingerechnet, die lediglich auf Schätzungen beruhen.

Wie sonst wäre es zu erklären, dass der von der AMA veröffentlichte durchschnittlich ausbezahlte Milchpreis für konventionelle Milch bei gleichen Inhaltsstoffen mit 31,619 Cent/kg deutlich über dem FMA-Preis liegt.

So hat man bewusst die Zuschläge der S-Klasse herausgerechnet, die bei der FMA nicht zu finden sind (hier setzt man ja auf weniger anspruchsvolle Qualitätsparameter als bei den österreichischen Molkereien)! Diese Zuschläge sind in den Molkereien unterschiedlich, an die 90 % der österreichischen Milchbauern erhalten diese für ihre hervorragende Qualität und sie erhöhen das Milchgeld um 1,5 Cent bis 2,8 Cent.

 

Bei der FMA gibt es diese Qualitätsprämien schlichtweg nicht – ein handfester Nachteil für die Milchbauern. Auch ist zu bedenken, dass bei höheren Keim- und Zellzahlen Einbussen in der Milchproduktion durch geringere Milchmengen und damit beim Bauern zusätzliche Verluste zu verzeichnen sind, ein bitteres Lehrgeld für jene Bauern, die sich für die FMA entschieden haben.

Damit kommt man der Realität ein Stück näher und die Preise der FMA fallen weit zurück, nämlich ins letzte Drittel der österreichischen Molkereien.

 

Molkereien - Partner der österreichischen Milchbauern

Die österreichischen Molkereien sind der beste Garant für die österreichischen Bauern, dass auch nach der Abschaffung der Milchquote 2015 ihre Milch bestmöglich verarbeitet und verwertet wird. Nur durch unsere hohen Qualitätsstandards und durch eine enge Kooperation zwischen den Milchbauern und Molkereien können fertig veredelte, hochwertige Produkte, die den höchsten Standards entsprechen, produziert werden.

„Schließlich sind die meisten der österreichischen Molkereien Genossenschaften und damit im Eigentum der Bauern selbst. Ein Auseinanderdividieren dieses Erfolgskonzeptes, wie dies von der IG-Milch immer wieder gefordert wird, würde den österreichischen Milchbauern beträchtlichen Schaden zufügen und kann lediglich als verzweifelter Versuch der IG-Milch gewertet werden, über die mangelnden eigenen Erfolge hinwegtäuschen“, bekräftigt VÖM-Geschäftsführer Mag. DI Költringer.

Die österreichischen Molkereien sind froh, dass es in den letzten Jahren gelungen ist, Preisverbesserungen für die österreichischen Bauern zu erwirtschaften. Mit den erzielten Preisen liegen wir euopaweit deutlich über dem Durchschnitt, wir brauchen uns damit nicht zu verstecken, schon gar nicht von den Preisen der FMA.  

 

 Rückfragehinweis:

Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz 1
A – 1020 Wien
Tel: +43/1/211 36 – 2558
Email: voem@netway.at