Milchexporte 2013 auf Rekordniveau
Petschar: Außenhandel für österreichische Milchwirtschaft immer wichtiger

Mit Exporten im Ausmaß von 1,126 Mrd. Euro (+8,1 %) und Importen im Ausmaß von 663 Mio. Euro (+7,6 %) erzielte die österreichische Milchwirtschaft im Jahr 2013 ein positives Außenhandelssaldo von 463 Mio. Euro (+8,7 %) und damit einen neuen Rekord. „Diese Zahlen stellen die Leistungsfähigkeit und den hohen Qualitätsstandard der österreichischen Milchwirtschaft eindrucksvoll unter Beweis. Qualität aus Österreich ist international gefragt und das bietet eine gute Perspektive für die Zukunft“, erklärte Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Direktor Helmut Petschar zu den aktuell vorliegenden Außenhandelszahlen der Statistik Austria.

Hintergrund der Außenhandelszahlen im abgelaufenen Jahr sind einerseits die weltweit sehr gute Nachfrage nach hochwertigen Milchprodukten und die bei wichtigen Exporteuren gedämpften Mengen, die zu entsprechenden Preisanpassungen am Weltmarkt geführt haben. Alle Exporte der EU und auch Österreichs wurden ohne jegliche Exporterstattungen am freien Weltmarkt getätigt.

Im Bereich flüssige Milchprodukte gab es mit 810.000 Tonnen einen Rückgang von 2,7 %, bei einer Preisverbesserung von 15% ist der Export von unverarbeiteter Milch zurückgegangen.

Bei Joghurt und Sauermilchprodukten wurden 144.000 Tonnen (-2,8 %) zu 0,9 % höheren Preisen exportiert, importiert wurden hier 38.000 Tonnen (-5,1 %) zu 10,3 % höheren Preisen. Bei Butter ist Österreich ein bereits traditionelles Importland, Exporte gab es im Ausmaß von 1.900 Tonnen    (-1,4 %), Importe von 14.300 Tonnen (+5,1 %), bei beidseitig gestiegenen Preise um 9 %. Die hohen Importmengen gehen großteils in die Preiseinstiegsmarken der Handelsketten und in die Weiterverarbeitung.

Wichtigstes Exportprodukt ist Käse, hier wurden mit 117,6 Tausend Tonnen (+1 %) eine neue Rekordmenge exportiert, während die Importe mit 97,1 Tausend Tonnen gleichblieben.

Die markanteste Steigerung im abgelaufenen Jahr war bei den Exporten in Drittländer zu verzeichnen. Hier kam die gute weltweite Nachfrage (+22,5 %) zum Tragen, die auch von österreichischen Exporteuren bedient werden konnte. Insgesamt gehen derzeit ca. 10 % der österreichischen Exporte in Drittländer.

„Österreich erwartet mit dem Auslaufen der EU-Milchquotenregelung im März 2015 eine weiterhin steigende Anlieferungsmenge, die es am heimischen und vor allem am internationalen Markt zu platzieren gilt. Daher unternehmen die österreichischen Molkereien auch hohe Anstrengungen um auf Auslandsmärkten entsprechend Fuß zu fassen und somit eine nachhaltige Entwicklung für die österreichische Milchwirtschaft sicherzustellen“, ergänzte Petschar.


Rückfragehinweis:
Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
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