Österreichische Milchprodukte im In- und Ausland sehr beliebt
Petschar: Österreichische Milch sichert hochwertige Ernährung

Der Milchmarkt wächst weiter

Während die Situation auf den Milchmärkten bis zum Jahreswechsel 2013/14 sehr stabil war und zu Höchstpreisen führte, kam es in den ersten Monaten des heurigen Jahres zu leichten Preiskorrekturen. „Diese sollten aber die grundsätzlich stabile Lage auf den Weltmärkten und auch in Europa nicht grundlegend beeinträchtigen“, erklärte Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, Direktor Helmut Petschar, zur aktuellen Entwicklung auf den Milchmärkten.

Im letzten Jahr führten insbesondere die hohe weltweite Nachfrage und Produktionsrückgänge bei den Exporteuren zu einem Anstieg der Preise, der letztlich auch am europäischen und österreichischen Markt zu spüren war. Heuer hingegen kam es zu deutlichen Produktionssteigerungen in der EU und auch in Österreich, diese wurden aber von den Märkten gut aufgenommen. Somit ist aufgrund der weltweit guten Nachfrage mit einer grundlegend stabilen Entwicklung auf den Weltmilchmärkten zu rechnen.

Die Erzeugermilchpreise lagen in den ersten drei Monaten 2014 in Österreich mit 47,45 Cent (durchschnittlicher Auszahlungsbetrag je kg, inkl. USt.) auf einem hohen Niveau, auch wenn die Molkereien zuletzt Preisanpassungen nach unten durchführen mussten.

Milchquote läuft aus

Die steigende Milchanlieferung in Österreich und EU-weit ist auch vor dem Hintergrund des Auslaufens der Milchquote zu sehen. Nach dem 31. März 2015 gibt es keine staatlichen Begrenzungen für die Milchproduktion mehr. Die EU erstellt mit einer Gesamtanlieferung von ca. 140 Millionen Tonnen etwa 22 Prozent der Weltmilchproduktion, die österreichische Anlieferung liegt bei ca. 3 Millionen Tonnen.

Exporte steigen weiter

Mit Ende der Quotenregelung wird auch für Österreich eine Mehrmenge erwartet. Derzeit werden bereits über 48 Prozent der Milchprodukte exportiert. Nach Auslaufen der Quote wird die Exportquote auf über 50 Prozent steigen. Die österreichischen Molkereien sind sehr daher bestrebt die Exporte weiter auszubauen. Wichtig sind auch unterstützende Maßnahmen durch öffentliche Stellen für diese Exportstrategie.

Superabgabe sollte gesenkt werden

Aufgrund der hohen Anlieferung ist im kommenden Jahr mit einer höheren Superabgabe zu rechnen, hier geht der dringende Appell der österreichischen Milchwirtschaft an das BMLFUW und die Europäische Union zumindest für das letzte Jahr Erleichterungen bei der Berechnung der Superabgabe zu schaffen, um so zu einer wirksamem Entlastung für die heimischen Milchbauern zu kommen.

Milch ist ein sehr hochwertiges Lebensmittel

Milch und Milchprodukte sind äußerst hochwertige Lebensmittel. Sie bieten hervorragende ernährungsphysiologische Eigenschaften, die in einer ausgewogenen und gesunden Ernährung nicht fehlen sollen.

Kompromisslose Qualitätsstrategie

Zudem ist die österreichische Milch von besonderer Qualität: Österreich ist das einzige Land, in dem Milch 100 Prozent gentechnikfrei hergestellt wird, Österreich hat höchste Umwelt- und Tierschutzstandards, den höchsten Bio-Anteil und Spezialmilchsorten (z.B. Heumilch, Wiesenmilch, etc.), es gibt keine Massentierhaltung, höchste Verarbeitungsqualität wird gewährleistet.

AMA-Gütezeichen gibt Sicherheit

Der österreichische Lebensmittelcodex ist Basis für die hohen österreichischen Standards, diese werden u.a. durch das AMA-Gütezeichen gewährleistet und kontrolliert. Sie schaffen Standards, die über die EU-Vorgaben hinausgehen. Für Österreich ist auch in Zukunft diese kompromisslose Qualitätsstrategie das Um und Auf. Die hohen österreichischen Standards werden bei internationalen Wettbewerben durch zahlreiche Auszeichnungen immer wieder unter Beweis gestellt, zuletzt wurde Österreich bei den internationalen Käseweltmeisterschaften in Wisconsin mit 4 Goldmedaillen ausgezeichnet.

Dank an Milchbauern, Mitarbeiter in Molkereien und Handel

„Der österreichische Konsument hat durch den Kauf österreichischer Milchprodukte die Gewissheit, daß er beste Verarbeitungsqualität erhält und sich selbst etwas Gutes tut. 33.000 Milchbauern, die mit ihrer Tätigkeit auch unsere schöne Landschaft und die Basis für den Fremdenverkehr schaffen, über 4.500 Mitarbeiter in den Molkereien und unser Lebensmittelhandel mit zahlreichen Bediensteten sorgen mit vollem Einsatz dafür, daß diese hohe heimische Qualität tagtäglich auf den Tisch kommt, dafür gilt es anlässlich des Weltmilchtages auch außerordentlichen Dank auszusprechen“, schloß Petschar.

 

Weitere Informationen:

Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Tel.: 01/90664-2558, mail: voem@netway.at