Österreichs Milchanlieferung 2014 um 4,4 % gestiegen
Petschar: Nach Quotenende weiteres Wachstum erwartet

Österreichs Milchanlieferung ist im Jahr 2014 um insgesamt 4,4 % gestiegen. Damit liegt Österreich im EU-weiten Trend. „Österreichs Milchwirtschaft ist es gelungen mit hoher Qualität am Wachstumsmarkt zu punkten“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Helmut Petschar zu den nunmehr vorliegenden Zahlen, die von der AMA veröffentlicht wurden.

Eine gute Witterungslage mit entsprechender Futterqualität war eine Voraussetzung dazu. Die Anlieferung ist vor allem im ersten Halbjahr stärker gestiegen, hier waren die internationalen Märkte aufnahmefähig und brachten attraktive Preise. Im Laufe des zweiten Halbjahres drehte sich der Markt, vor allem nach dem russischen Importembargo. Dies führte letztlich zu einem Umschwung auf den internationalen Märkten, der gegen Ende des Jahres auch in Österreich spürbar war und die Anlieferungsmengen zurückgehen ließ.

Die starke Dynamik der österreichischen Milchanlieferung ist gegen Ende des Jahres auch durch das letztmalig wirkende Quotenregime unter Druck gekommen, aufgrund der höheren Anlieferung ist heuer eine höhere Superabgabe zu erwarten.

„Nachdem das EU-Milchquotensystem aber zum 31. März 2015 ausläuft, fällt in weiterer Folge diese Begrenzung weg und vorhandenes Produktionspotential kann genutzt werden: Wir rechnen nach Ende des Quotenregimes mit weiteren Steigerungen. Die österreichischen Molkereien bereiten sich seit Längerem darauf vor, diese Mehrmengen zu hochwertigen Milchprodukten zu verarbeiten und im In- und Ausland bestmöglich zu vermarkten“, ergänzte Petschar.




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Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
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