Petschar fordert Maßnahmen zur Absicherung der Milchwirtschaft
Konferenz im Europaparlament diskutiert Strategien nach dem Quotenende

Zusammen mit MEP Elisabeth Köstinger und fünf weiteren Mitgliedern des Europäischen Parlaments sowie Vertretern der Milchwirtschaft aus mehreren Ländern diskutierte Präsident Helmut Petschar auf Einladung des deutschen MEP Norbert Lins und dem Europäischen Milchindustrieverband EDA sowie dem zuständigen Generaldirektor der DG AGRI für den Milchbereich, Joost Korte, Fragen der Milchwirtschaft in Bergregionen und die spezifischen Herausforderungen mittelständischer Molkereien in einem Europa ohne Quote.

„Basis für die Absicherung und Weiterentwicklung der Milchwirtschaft in Berg- und benachteiligten Regionen sind gut aufgestellte und regional verankerte Molkereien, denen es gelingt hochwertige Produkte zu erzeugen“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Helmut Petschar. Doch ist die Milchwirtschaft in diesen Regionen von der hohen Volatilität auf dem Markt stärker betroffen, die Milchwirtschaft hat hier zusätzliche Nachteile in Form höherer Kosten, diese betreffen sowohl die Produktion am Bauernhof, die Erfassung und notwendige Investitionen in den Molkereien um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Aufgrund der kleineren Strukturen im Vergleich zu internationalen Unternehmen, die weltweit tätig sind und alle strukturellen Vorteile ausnützen können, sind hier besondere Unterstützungen erforderlich, nur so ist es möglich, auch die notwendigen höheren Milchpreise, die aufgrund erhöhter Kosten in diesen Regionen anfallen, auch zu erwirtschaften.

Eine große Chance sieht Petschar in der Produktion von hochwertigen Milchprodukten, Produkten mit besonderen Qualitäten, die allerdings den Mehraufwand auch erlösen müssen. Österreichs Milchwirtschaft sieht in der Produktion von hohen Qualitäten eine Chance wie man die Milchwirtschaft in den Berg- und benachteiligten Regionen strategisch ausrichten kann.

Gegenstand der Beratungen waren weiters Bemühungen im Europaparlament für milchwirtschaftliche Anliegen, z.B. das dankenswerte große Engagement von MEP Elisabeth Köstinger für die Beibehaltung der Schulmilch, ebenso der Einsatz für Maßnahmen, um die hohe Volatilität auf den Milchmarkt zu reduzieren. „Hier sollte eine längst fällige Anpassung der Interventionspreise eine Abhilfe schaffen, zusammen mit

einem insgesamt schlüssigen Maßnahmenpaket für die Milchwirtschaft sehen wir eine besondere Verantwortung in der politischen Arbeit des Europaparlaments. Die österreichische Milchwirtschaft erachtet die Arbeit im Europaparlament hier als sehr wichtig“, so Petschar.


Rückfragen:
Mag. DI Johann Költringer
VÖM- Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Tel.: 01/90664-2558, mail: voem@netway.at