Petschar: Molkereien geben Milchpreiserhöhung an Milchbauern weiter
Österreichische Milchprodukte von höchster Qualität und nach wie vor günstig

Zur entstandenen Trinkmilch-Preiserhöhung ist dem Präsidenten der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Helmut Petschar ein Anliegen festzuhalten, dass die heimischen Molkereien, die großteils genossenschaftlich organisiert sind, laufend bemüht sind, bestmögliche Preise für ihre Lieferanten auszuverhandeln. „Seitens der Molkereien ist es daher auch keine Frage, dass die Gelder, die über verbesserte Preisabschlüsse zwischen Molkerei und Lebensmittelhandel hereinkommen, auch den Bauern in Form von höheren Erzeugermilchpreisen zu Gute kommen“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Helmut Petschar angesichts diverser Medienmeldungen.

Im konkreten Fall der Trinkmilch-Preiserhöhung um ca. 10 % für den Endverbraucher stellt sich das wie folgt dar: 10 % Preiserhöhung im Lebensmitteleinzelhandel beinhalten neben dem Mehrwertsteuer-Anteil auch die Spanne des Lebensmitteleinzelhandels. Seitens der Molkereien wird jedenfalls der Anteil, der zusätzlich an die Molkereien geleistet wird, in die Milchpreiskalkulation einbezogen. Dazu ist allerdings zu wissen, dass die Molkereien sehr viele verschiedene Produkte herstellen und nur ca. 10 % der Anlieferungsmilch zu Trinkmilch verarbeitet und in Österreich verkauft wird, d.h. ca. 90 % der Milch werden zu anderen Produkten weiterverarbeitet.

Weiters ist zu bedenken, dass die Verhandlungen zwischen den einzelnen Molkereien und Lebensmittelhändlern noch nicht für alle Produktgruppen abgeschlossen sind, sondern für wichtige Produktgruppen noch laufen. Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass die Preiserhöhungen erst mit den üblichen Zahlungsfristen bei den Molkereien einlangen und somit erst dann für höhere Milchpreise weitergegeben werden können.

Die Molkereien weisen darauf hin, dass die nunmehr eingetretene Preisentwicklung nichts anderes ist als eine Rücknahme der letzten Preisabsenkungen vor über einem halben Jahr und es höchst gerechtfertigt ist, wenn nunmehr wieder positive Preissignale erfolgen. „Für die Konsumenten sind österreichische Milch und Milchprodukte sehr hochwertige Produkte, die nach wie vor sehr günstig sind. Schließlich sind trotz dieser Preiserhöhung wichtige Milchprodukte heute noch immer deutlich billiger als vor über 20 Jahren vor dem EU-Beitritt und dies trotz zwischenzeitlich erfolgter Inflation“, so Petschar.


Rückfragehinweis:
Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
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